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unser neues Album ::

"IMAGE OF MY SOUL"


::PRESSESTIMME::
Substanz und Seele:
„Image of my soul“
Diese Band um den Bassisten Axel Kühn hat etwas Besonderes.
Als ich sie zum erstenmal hörte, war mir das schnell klar. Nicht nur, dass hier lauter hochversierte junge Musiker am Werk sind, die seit Jahren Jazz auf hohem Niveau spielen und mit großen Kolleginnen und Kollegen wie Helen Schneider, Peter Herbolzheimer und Ack van Rooyen zusammengearbeitet haben.

Die Technik – und die stilistische Kompetenz in einem weit gefächerten Jazzvokabular - haben sie sowieso. Aber da ist noch etwas anderes. Diese Musik – wenn man sich modernem Jazz nicht ganz verschließt – springt einen an und lässt einen so schnell nicht mehr los. Denn sie hat starke Substanz.
Und diese Substanz setzen die Musiker mit einer Souveränität um, die gerade bei so jungen Bands selten ist: Hier geht es ganz um das, was gesagt werden soll, und nicht darum, zu zeigen, wie toll man ist. Oder anders: Es geht um die innere Kraft der Musik, nicht um die äußeren Effekte.
Da ist es überhaupt nicht verfehlt, wenn Axel Kühn seine groß angelegte Komposition „Image of my soul“ nennt. Diese Musik ist Ausdruck: von Emotionen, von innerer Bewegtheit – intellektuelles oder instrumentales Muskelspiel ist sie nie.
Das ist einer der Gründe dafür, warum hier ein zusammenhängendes Stück von fast 45 Minuten Dauer die Spannung über eine weite Distanz so sicher hält. Ein anderer Grund liegt im starken Sinn für Form. In vier Sätzen führt diese Suite in höchst unterschiedliche Stimmungen (die sich in Unter-Überschriften wie „Childhood“, „Complacency“ und „Self Knowledge“ sprachlich konkretisieren). Von der parallel geführten Linie einer Saxophon- und einer Gesangsstimme über ein minimalistisch anmutendes Daumenklavier-Pattern, über dem sich ein lyrisches Bass-Solo entfaltet, bis hin zu versonnenen Klavier-Kantilenen, funky vorwärtstreibenden Rhythmen, wilden Tenorsaxophon-Eskapaden und lässig-bluesigen Gitarren-Einlagen ist hier Vieles geboten, das alles organisch zusammenhängt: sinnlich und sinnhaft.
Bestechend ist die Dramaturgie zwischen festgelegten Passagen und improvisatorischer Freiheit, die sich hier so ergänzen und gegenseitig emporheben, dass man nie ein Schema spürt. All das verbindet sich mit einem Gespür für Schönheit (des Klangs, der Linie, der Proportion), der in dieser Ausprägung selten zu finden ist. Und ins Gefällig-Harmlose rutscht das Schöne hier nie ab. Dafür ist dieses Jazz-„Image“ zu beseelt.

Roland Spiegel Journalist, Jazz-Redakteur beim Bayerischen Rundfunk